Kalksinter - Siegsdorf, Lk. Traunstein, Bayern, D
Posted by: Groundspeak Premium Member Tharandter
N 47° 48.438 E 012° 38.779
33T E 323778 N 5297565
Quick Description: Kalksinter in Siegsdorf.
Location: Bayern, Germany
Date Posted: 9/20/2013 10:31:11 AM
Waymark Code: WMJ43V
Published By: Groundspeak Premium Member RakeInTheCache
Views: 6

Long Description:
Zur vielfältigen Entstehungsgeschichte des Chiemgaus und seiner Geomorphologie ist bereits vieles in anderen Earthcaches der Region beschrieben. Bei einer Cachewanderung entlang der schönen weißen Traun bei Siegsdorf kam ich aber an einem beeindruckenden Ort vorbei, den ich euch mit diesem Earthcache vorstellen möchte. Es handelt sich um einen sehr deutlich vom Hang abgegrenzten Kalksinter.

Was ist ein Sinter?

Sinter sind festländische Ausscheidungen an Austritten mineralisierter Wässer, wie heiße Quellen, Fumarolen, Solfataren und Geysiren. Sie entstehen bei Druck- und Temperaturänderungen, bzw. durch Oxidationen sowie bei CO2-Entzug (wie etwa Kalksinter).

Quelle: http://www.derchiemgauer.de/

Sinter bildet sich durch Abscheiden (Kristallisation) von in Wasser gelösten Mineralen, also in Gewässern, Wasserleitungen und -behältern oder in feuchtem Milieu. Er bildet krustenförmige Überzüge

  • im Gelände – an Hängen, Geländestufen oder Terrassen (Sinterterrasse)
  • und entsteht in vielfältigster Form in Höhlen, Bergwerken und feuchten Stollen als Speläothem (Höhlensinter), von Sinterhäutchen bis in Form mächtiger Bänke.
Chemisch handelt es sich unspezifisch um Alkali- und/oder Erdalkalimetall-Salze von diversen anorganischen, aber auch organischen Säuren mitsamt verschiedenen Beimischungen. Petrologisch gehört Sinter zu den Sedimentiten. In der Biologie spricht man bei von Inkrustation (Biologie).

Entstehung

Vor der Entstehung: Verkarstung

Bei der Verkarstung laufen neben Prozessen physikalischer Verwitterung vor allem aber chemische Prozesse der Kohlensäureverwitterung ab. Kohlensäurehaltiges Wasser nimmt im spröden Kalkgestein (Kalkstein, Kreide, Marmor und andere Calciumcarbonate) eines mehr oder weniger entwickelten Karstsystems die Karbonate bis zur Sättigung in Lösung. Gerät der gelöst transportierte Kalk unter andere Umgebungsbedingungen, kann er durch chemische Ausfällung erneut abgelagert werden. Die beiden Vorgänge können als zwei verschiedene Gleichgewichtszustände eines umkehrbaren chemischen Prozesses angesehen werden; vgl. dazu Calciumhydrogencarbonat.

Vor der Entstehung: Ausfällung gelösten Kalks

Wechselwirkungen von Karstwasser und Kohlenstoffdioxid - unterirdisch oder beim Wiederaustritt an die Oberfläche - können den Prozess des Ausfällens von Kalk auslösen. Vor allem in Karst-Höhlen und nach Karstquellen können beachtliche Kalkmengen sedimentieren, indem der gelöste Kalk unter verschiedenen chemischen und physikalischen Bedingungskonstellationen wieder ausfällt. Die Produkte dieser sekundären Sedimentierung werden in den Geologien zu den Sintern gerechnet. Zu den stark wässrigen, weichen Sedimentierungen wie Kalkschlamm, Mont- oder Bergmilch siehe Mondmilch.

Danach

Der ausgefällte Kalk legt sich als feinkristalline Kruste um alles relativ ruhende Kleinmaterial (Sand, Steinchen, Zweige, Blätter, Farne, Moose, Algenschleim, etc.). Es entstehen durch Übergussschichtung nach oben und vorne wachsende Gebilde oder Polster an kleinen Wasserfällen oder Stufen in Bachterrassen. Moose wachsen über ihren sich verkrustenden Teil frisch hinaus; sie wirken wie kleine Reusen und bilden ein tragendes Gerüst. So können auch größere, fragile Gehänge („Nasen") entstehen. Biotische Verunreinigungen aus Algen und Bakterien bilden relativ feine Strukturen. Sie sind poröser und leichter, wenn Moose der Fließenergie widerstehen konnten. Dieser Kalktuff ist oft noch feucht und von bröseliger Konsistenz. In den günstigsten Zeiten war er schon nach wenigen Jahrhunderten zu mächtigen Gebilden, so genannten „Kalktuffbarren", (siehe unten: "Besondere Erscheinungsfaktoren") herangewachsen.

Quelle: http://de.wikipedia.org/

Von den vielen Sintern in der Region ist dieser besonders stark ausgebildet und hat sich im Laufe seiner Entstehung, durch Verwitterung des leichteren Trägerbodens (Kreide), deutlich von seiner Umgebung abgehoben. Kreide ist sehr weich und verwittert schnell (z. B. Kreidefelsen auf Rügen). Dadurch konnte sich der darüber gebildete dichtere Kalksinter gut von seinem Umfeld abgrenzen.


Travertine is a form of limestone deposited by mineral springs, especially hot springs. Travertine often has a fibrous or concentric appearance and exists in white, tan, and cream-colored varieties. It is formed by a process of rapid precipitation of calcium carbonate, often at the mouth of a hot spring or in a limestone cave. In the latter, it can form stalactites, stalagmites, and other speleothems. It is frequently used in Italy and elsewhere as a building material.

Travertine is a terrestrial sedimentary rock, formed by the precipitation of carbonate minerals from solution in ground and surface waters, and/or geothermally heated hot-springs. Similar (but softer and extremely porous) deposits formed from ambient-temperature water are known as tufa.

Source:http://en.wikipedia.org/wiki/Travertine

Waymark is confirmed to be publicly accessible: yes

Parking Coordinates: N 47° 48.677 E 012° 39.000

Access fee (In local currency): .00

Requires a high clearance vehicle to visit.: no

Requires 4x4 vehicle to visit.: no

Public Transport available: no

Website reference: Not listed

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